Medizinische Hilfe für die ärmsten in Nepal

Hilfe weiterhin dringend nötig

Wir alle sind erschüttert über das verheerende Erdbeben und die grosse Not, welche es in diesem schon vorher mausarmen Land angerichtet hat. Am Schlimmsten hat es das dicht besiedelte Kathmandu Tal und die westlichen und östlichen Bergregionen getroffen.

"Shanti Med Nepal" konnte sofort mit Notfallcamps beginnen und so sehr vielen Menschen in den abgelegenen Bergregionen medizinische und Lebensmittel Hilfe bringen. Den Bericht zu all diesen Hilfeleistungen finden Sie unter: Erdbebenbericht

Nach den Notfallcamps geht unsere Hilfe jetzt weiter und unsere Spendengelder fliessen in den Wiederaufbau von zerstörten Health Posts und Schulen. Das ist besonders wichtig, weil über die Hälfte der Kinder jetzt nicht zur Schule können. Hilfe brauchen aber auch viele der Flüchtlinge, welche in ihren Bergdörfern alles verloren haben und nun in den sichereren Süden gekommen sind.

In Kathmandu und Bhaktapur sind sehr viele Kulturgüter, die unter UNESCO Schutz standen, zerstört worden. Neben dem grossen Elend wird das auch eine grosse Einbusse für den Tourismus bedeuten, der zweitwichtigsten Einnahmequelle dieses sonst schon ärmsten Landes.

Nach wie vor sind wir dankbar für Spenden.

Ruth Gonseth, Präsidentin

 

 

 

 

 

Unsere nächsten Anlässe

Freitag, 10. Juni 2016, 17:30 Uhr

Mitgliederversammlung
Mit anschliessendem Vortrag über das Projekt.

Kulturzentrum Tibet Songtsen House, Albisriederstrasse 379 Zürich

weitere Anlässe

 

Spendenkonto

Raiffeisenbank, 4410 Liestal, PC 40-31200-6
z.H. Shanti Med Nepal, Liestalerstrasse 17, 4133 Pratteln
Kontonummer CH58 8077 3000 0059 6883 2

unser Spendenkonto / Mitgliedschaft

Im März haben wir wieder unser Kamaya Dorf im Süden besucht. Das neue Versammlungshaus dort im zweiten, noch sehr unterentwickelten Dorfteil ist fertig. Die Leute haben es selber gebaut, SMN hat das Material dazu bezahlt. Die Menschen sind sehr glücklich, dass hier endlich auch einen trockenen Treffpunkt haben, denn während der Monsunzeit stehen die Lehmhütten meistens im Wasser.

In der Nähe des Kamaya Dorfes haben wir erstmals auch zwei Taru Dörfer besucht. Die Taru sind die Ureinwohner dieses südlichen Grenzgebietes zu Indien. Doch sind sie von der Entwicklung noch weitgehend abgeschnitten. Sie sprechen meist nur ihre eigene Taru-Sprache und leben in grosser Armut. Eine indische Organisation versucht nun, in den Dörfern den Kindern nepalesisch beizubringen, damit sie endlich auch die öffentlichen Schulen besuchen können. Die kleinen verfügbaren Räume sind aber so dunkel, dass man darin kaum lesen und schreiben kann. SMN hat nun für zwei solcher Räume kleine Solareinrichtungen für den Betrieb von Lampen bezahlt.

Wir haben dieses Jahr bereits wieder fünf Health Camps in entlegenen Chepang Dörfern gemacht. Nach dem schweren Erdbeben ist dort noch kaum Hilfe angekommen. Bei allen Camps haben wir auch Reis und Linsen an die unterernährten Kinder verteilt. In Kavilas, wo wir das Geld für den Wiederaufbau der zerstörten Dorfschule gespendet hatten, konnten wir gleichzeitig auch die endlich fertig gestellte neue Schule einweihen.

Sehr eindrücklich war unser Health Camp in Washbang, einem Dorf das buchstäblich hinter sieben Bergen liegt. Die eindrückliche Fahrt dorthin hat 4 1/2 Stunden gedauert, steil hinauf und wieder steil hinunter, etwa sieben Mal. Wir haben dort etwa 200 PatientInnen versorgt. Die Unterernährung vieler Kinder war so eindrücklich, sodass wie eine Ernährungsprojekt für zwei Monate beschlossen haben: 50 Familien mit total 250 Kindern erhalten nun wöchentlich je 5 Eier und 1 kg Milchpulver monatlich. Zur Freude von gross und klein konnten wir auch sehr viele Spielsachen verteilen, welche uns aus der Schweiz geschenkt worden waren.

Die Arbeit im Spital läuft weiter sehr gut und die Zahl der PatientInnen steigt kontinuierlich. Einzig die Fertigstellung des Operationssaals hat mich Nerven viel gekostet, weil die nepalesischen Handwerker meist alles nur unsorgfältig machen und vieles verbessert und repariert werden muss, kaum ist es fertig. Endlich als nach vielen Verzögerungen der OP-Raum fertig war, haben wir festgestellt, dass die elektrischen Leitungen falsch und ungenügend verlegt worden waren. Die Wände mussten erneut auf gespitzt und wieder gestrichen werden. Aber nun endlich ist der OP fertig, der Operationstisch und die Lampen sind montiert, die anderen Instrumente platziert und die Arbeit kann beginnen.

Die grosse Solaranlage auf unserem Spital war inzwischen schon mehrmals Thema in den hiesigen TV- und anderen Medienbeiträgen. Das hat nun immer mehr das Gewerbe und die Hoteliers im nahegelegenen Touristenort Sauraha auf die nachhaltige Nutzung der Sonnenenergie aufmerksam gemacht.

Letzte Woche hat uns der Schweizer Solar-Pionier Allessandro Medici, welcher mit der lokalen Solarfirma Ghampower unsere PV-Anlage auf dem Spitaldach geplant hatte, auf Einladung des Chamber of Commerce and Industry besucht und dort einen eindrücklichen Vortrag zu den weiteren Möglichkeiten von Solarenergie gehalten. Das Echo war sehr gross und wir werden nun das Pilotprojekt eines eigenen Mini-Grids weiterverfolgen. Lesen Sie dazu seinen angefügten Bericht: "Ein Dialyse-Spital in Nepal geht solar und wird unabhängig"

Dank der finanziellen Unterstützung u.a. von Swisslos und Solarspar konnte Shanti Med Nepal inzwischen auch viele weitere kleine Solarprojekte realisieren, so Solaranlagen auf 6 Schulen, auf 5 Health Posts und rund 300 kleine Home Systems auf den kleinen Häuschen in entlegenen Dörfern, wo noch gar kein Elektrizitätsnetz besteht. Zudem konnten wir über 300 Little Suns, gespendet von der Konzertagentur Mandapro, verteilen.

für weitere Berichte bitte hier unten klicken

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